Leder: das älteste Recyclingprodukt der Welt

Ursprünglich war das Fell der von Frühmenschen gejagten Tiere. Vor ca. 135 000 Jahren trugen die Neandertaler unbearbeitete Tierfelle um den Körper, um sich vor der Kälte der Eiszeit zu schützen. Eine andere Alternative war damals nicht vorhanden. Das war aber noch vor der zufälligen Entdeckung der Gerbung. Heute bleibt die Verarbeitung vom Leder der wichtigste Qualitäts-Faktor bei Lederprodukten.

Die Entdeckung der natürlichen Gerbung

Vor ca. 5 000 Jahren entdeckten die Menschen, wie harte und schlecht riechende Tierfelle zu konservieren. In diesen Zeiten wurden die meisten Fellen, nachdem das Fleisch der erlegten Tiere konsumiert wurde, einfach achtlos liegengelassen. Im Herbst kamen Laub, Äste und Rinde auf die Felle. Anschließend wurde diese Mischung durch dicken Schnee während des monatelangen Winters abgedichtet. Im Frühjahr sahen die Menschen, wie die Felle weich, tragbar und konserviert waren. In Holz, Laub und Rinde befindet sich Tannin, ein stark adstringierender Stoff, der tierische Häute effizient gerbt. Die pflanzliche Gerbung wurde somit entdeckt.

Lederherstellung in der heutigen Zeit

Heutzutage werden Chromsalze als Gerbstoff angewandt. Die Verwendung von Chrom III Salzen (Chromalaun) ist gesundheitlich unbedenklich und verursacht bei den Menschen trotz intensiven Hautkontaktes keinerlei Schwierigkeiten. Gesundheitsschädlich ist aber Chrom VI das unter inadäquaten Gerbbedingungen erscheinen kann, die aber inzwischen bekannt sind und gut vermieden werden können. Diesbezüglich lassen sich Leder-Fachhändler von Leder-Herstellern die Vereinbarkeit der Lederprodukte mit der Bedarfsgegenstände Verordnung sowie der REACH-Verordnung (EG) zusichern. Ledererzeugnisse, die mit der Haut in Kontakt kommen, dürfen nicht am Markt gebracht werden, wenn Sie einen Chrom IV Gehalt von 3 ppm (parts per million) oder mehr des gesamten Trockengewichts des Leders haben. Der professionelle Leder-Fachmann prüft seine Produkte permanent entsprechend.

Gute Lederqualität hat einen Preis

Die Erträge der Viehzucht kommen überwiegend von der Fleischerzeugung. Dagegen bringt das Fell wenig Geld und kann wirklich als „Recyclingprodukt“ bezeichnet werden. Dieses Fell wird erst dann als Leder wertvoll dank einer sorgfältigen und aufwendigen Herstellungsprozess: Einsammeln und konservieren innerhalb von max. 4 Stunden, und zusätzliche 25 bis 35 Verarbeitungs- und Gerbungsschritte meist per Hand abgewickelt. Um gute Qualität unter Zusicherung geltender Normen zu gewährleisten, muss deshalb der verantwortungsbewusste Lederspezialist seinen Vorlieferanten faire Preise zahlen. Wer also Lederjacken zu billigen Preisen bestellen möchte, sollte lieber auf Produkte mit den billigsten regulären Preisen verzichten, denn er sonst Waren mit den billigsten Zutaten erhalten wird. Dafür erscheint beispielsweise die Bestellung von hochwertigen Produkten in Outlet-Geschäften eine viel bessere Alternative zu sein.

Über Leder Fischer

Der Münchner Leder-Fachhändler ist seit über 60 Jahren auf Ledermode spezialisiert. Das Sortiment reicht von exklusiven Modellen der eigenen Kollektion, bis hin zu Modekreationen internationaler Marken wie z.B. Lagerfeld, Daniel Hechter, Christ, Orwell oder Heinz Bauer. Alle Modeprodukte sind erhältlich, von Lederjacken und Lammfelljacken bis hin zu Ledermäntel, Lederblazers und Lederhosen.
Der Händler vermarktet seine Produkte im Direktvertrieb in seinen zwei Münchner Geschäften sowie im Online-Handel über den Onlineshop  lederfischer.com und den Outlet-Shop leder-jacken.com.