Stiftung Warentest zeigt mit einem Rentenfahrplan, wie die Deutschen heutzutage das Beste aus ihrer Rente herausholen können. Im aktuellen Finanztest-Heft (8/2013) gibt die Verbraucherorganisation wichtige Tipps, damit künftige Rentner bei der Rente kein Geld verschenken.
Stiftung Warentest: Altersteilzeit nutzen
Mithilfe der Stiftung Warentest können Verbraucher jetzt ihren persönlichen Rentenfahrplan aufstellen. In der aktuellen Zeitschrift Finanztest (Heft 08/2013) zeigen die Vorsorgeexperten, wie die Deutschen Abschläge verhindern können, sobald sie früher in Rente gehen. Denn je früher sie sich für den Ruhestand entscheiden, desto mehr wird von ihrer gesetzlichen Rente abgezogen – pro vorgezogenen Monat 0,3 Prozent. Nicht selten verringert sich durch die Frührente das Altersgeld um mehrere 100 Euro. Mit der Altersteilzeit können Verbraucher jedoch auch ohne Abschläge früher in Rente gehen.
Rente mit 63: Abschläge bei der gesetzlichen Rente
Bei der Altersteilzeit können Angestellte ihr Gehalt halbieren und dafür früher mit dem Arbeiten aufhören. Sie erhalten in der sogenannten Freizeitphase dann immer noch ein Altersteilzeitgehalt. Ein 1958 geborener Angestellter kann so mit 60 Jahren in Altersteilzeit gehen, drei Jahre für ein geringeres Gehalt arbeiten und mit 63 mit dem Arbeiten aufhören. Mit 66 Jahren kann er dann seine reguläre Rente ohne Abzüge beziehen. Wäre der Angestellte mit 63 Jahren in Frührente gegangen, würden ihm insgesamt monatlich 275 Euro seiner gesetzlichen Rente weniger ausgezahlt werden, hat Stiftung Warentest berechnet.
Private Altersvorsorgemöglichkeiten nutzen
Doch die Altersteilzeit steht nur einem bestimmten Personenkreis offen. Fehlt eine entsprechende Vereinbarung im Tarifvertrag oder stimmt der Arbeitgeber nicht zu, müssen die Betroffenen anders vorsorgen. Wie finanzen.de berichtet, können auch noch Personen im fortgeschrittenen Alter mit einer privaten Altersvorsorge ein finanzielles Polster aufbauen – etwa mit einer Sofortrente oder einem Riester-Banksparplan.
Rentenfahrplan: Genügend Geld fürs Rentenalter
Die aktuelle Diskussion über eine drohende Altersarmut in Deutschland hat viele Bürgerinnen und Bürger aufgerüttelt. Viele fragen sich nun, ob ihre Rente später ausreichen wird. Eines scheint dabei mittlerweile mehr als klar: Wer sich allein auf die gesetzliche Rente verlässt, der wird am Ende verlassen. Die gesetzlichen Leistungen werden definitiv nicht ausreichen, um einen finanziell unbeschwerten Ruhestand genießen zu können. Um fürs Alter richtig abgesichert zu sein, ist es ratsam, sich frühzeitig Gedanken über den persönlichen Rentenfahrplan zu machen. Wer richtig plant, kann später deutlich mehr rausholen, meint Stiftung Warentest.
Welche Vorsorgeangebote eignen sich für die Rente?
Nachdem die Verbraucherorganisation bereits im März 2013 den Ratgeber „Der Renten-Fahrplan“ veröffentlicht hat, gibt die Stiftung nun noch einmal in der August-Ausgabe von Finanztest Auskunft über den besten Weg zur sicheren Rente. Generell können sich für einen Sparer je nach Lebenslauf hierbei sehr unterschiedliche Maßnahmen eignen, zum Beispiel die staatlich geförderte Riester-Rente oder eine betriebliche Altersversorgung. Selbst für Menschen, die bereits kurz vor dem Ruhestand stehen, hat die Stiftung Warentest einige hilfreiche Tipps, wie künftige Rentner das Beste aus ihrer Rente herausholen können. Bei Fragen zur eigenen Rente empfehlen die Experten der Stiftung Warentest, ein Beratungsangebot wahrzunehmen und den individuellen Vorsorgebedarf gemeinsam mit einem fachkundigen Berater zu planen.